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Keine Chance für Keime, Bakterien & Co

Keine Chance für Keime, Bakterien & Co




Putzlappen und Spülschwämme sind ein idealer Brutplatz für Bakterien, Viren und Keime, besser geht es kaum. Oft halten sie sogar scharfen Putzmitteln und hohen Temperaturen stand. Mit einer einfachen Haushaltsmikrowelle werden sie völlig frei von allen Erregern fanden amerikanische Wissenschaftler der University of Florida heraus. Selbst resistente Bakterien und Erreger gehen durch diese Behandlung in die Knie.

Feuchte Putzlappen und Spülschwämme bergen Gesundheitsgefahren für die ganze Familie. Jedes Jahr werden Millionen von Menschen durch Bakterien, Viren und Keime im eigenen Haushalt krank. Nicht selten führen solche Infektionen zu schweren Erkrankungen und haben in manchen Fällen sogar Todesfolge.

Sieg im Kampf gegen Erreger
Einige in Putzlappen und Spülschwämmen zu findende Erreger sind äußerst stabil und lassen den Lappen, der Sauberkeit bringen soll, zur Dreckschleuder werden. Bei ihren Analysen bekamen die Wissenschaftler aus Florida deshalb das Grausen, denn selbst häufiges Waschen nutzt kaum. Essensreste wie Fleischfasern, ungekochte Eier, rohes Gemüse bleiben an den Fasern der Lappen hängen. Das feuchte Milieu ist der ideale Brutplatz, was Analysen des Wassers ausgewrungener Lappen belegten.

Die Lösung ist einfach und billig zugleich
Gabriel Bitton und sein Team steckten die Lappen in eine normale Haushaltsmikrowelle und staunten nicht schlecht, denn nach nur zwei Minuten bei voller Leistung waren 99 Prozent der Keime abgetötet. Ihr Staunen wurde noch größer, als sie mit Parasiten verseuchte Lappen, der Gattung Bacillus-cereus, der Behandlung unterzogen. Dieses Bakterium ist äußerst stabil, es trotzt Chemikalien, wie auch hohen Temperaturen. Durch die zweiminütige Behandlung blieben zwar noch einige Sporen am Leben, doch nach vier Minuten waren auch sie nicht mehr nachweisbar.
Die Probe aufs Exempel machten die Wissenschaftler mit Briefumschlägen, die mit Bakterien verseucht waren, um herauszufinden, ob die Methode eventuell sogar gegen Bioterrorismus zum Einsatz kommen kann. Nach zehn Minuten in der Mikrowelle waren auch die Sporen in den verseuchten Briefen abgetötet. Nun soll das Verfahren sogar zur Eliminierung von Erregern aus dem Bioterrorismus untersucht werden, die Aussicht auf Erfolg ist gut.

Routinemäßig in die Mikrowelle bringt Sicherheit
Prof. Bitton rät dazu, Spülschwämme und Putzlappen jeden zweiten Tag dieser kostengünstigen und effektiven Behandlung zu unterziehen. Man sollte nur darauf achten, keine metallischen Lappen und Schwämme in die Mikrowelle zu legen, da dies zu Funkenschlag führen kann. Wichtig ist, dass die Reinigungshilfen im feuchten Zustand und nicht trocken in das Gerät gelegt werden, damit sie kein Feuer fangen.

Wer für sich und seine Familie auf Nummer Sicher gehen will, lässt seine Lappen, Schwämme und auch Zahnbürsten regelmäßig vier Minuten auf voller Leistung in der Mikrowelle, um sie zu sterilisieren.

Impressum:
Autor:
Silvia K. Müller, CSN, Februar 2007
Literatur:
  1. University of Florida, Gainsville, Pressemitteilung – Researchers: Microwave can sterilize sponges, scrub pads, 22. Januar 2007

PureNature-Redaktion, Februar 2007