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Diagnostik der Nahrungsmittelsensibilität

Diagnostik der Nahrungsmittelsensibilität




Der Beweis einer IgG Allergie

Nahrungsmittelsensibilitäten sind erwiesenermaßen ein, mit steigender Tendenz, häufiger vorkommender Faktor bei gesundheitlichen Problemen. Es wird geschätzt, dass heute bis zu 40% der Bevölkerung eine Sensibilität gegenüber Nahrungsmitteln, die sie essen, hat. Erkrankte von extrem häufig vorkommenden Erkrankungen und Beschwerden, wie CFS, Gelenkprobleme, Migräne, Asthma, Ekzeme, irritativem Darmsyndrom, Rhinitis und Hyperaktivität, finden zuletzt Beschwerdefreiheit über einen langen Zeitraum, indem sie einfach identifizierte Nahrungsmittel eliminieren.

Viele Ärzte stellen ein Problem durch Nahrungsmittelintoleranzen fest, sagte der Allergologe Prof. J. Brostoff bei einem Interview durch den BBC. Auf die Frage hin, was ein Patient bei Nahrungsmittelintoleranzen tun solle, antwortete Brostoff:
Die Antwort sollte sein, gehen Sie zu Ihrem Arzt, aber die meisten von ihnen sind nicht interessiert an Nahrungsmittelintoleranzen und meist auch nicht dazu ausgebildet sie zu diagnostizieren. So lange Medizinstudenten nichts über Nahrungsintoleranzen lernen, können unsere Ärzte sich nicht damit auskennen. Das ist der Grund, warum der Patient sich auf die eine oder andere Weise selbst helfen muss.

In der Zwischenzeit ist für eine Vielzahl von Krankheiten deutlich geworden, dass eine IgG – Allergie/ Nahrungsmittelintoleranz, zumindest in einigen Fällen, für deren Existenz verantwortlich ist. Diese Reaktionen werden als Nahrungsintoleranz beim York Test in England und sekundäre Allergie bei KEAC angezeigt. Bei IBS (Irritative Darmerkrankung) und in der Migräneforschung werden diese als Beweis angewandt. 2004 wurde die erste Publikation veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen IBS und IgG Nahrungsmittelintoleranzen beweist.

Prof. N. Read, Vorsitzender des IBS Network bestätigt:
Dies ist das erste Mal, dass eine Umstellung einer Diät basierend auf einem kommerziellen Bluttest für Nahrungsmittelintoleranzen einer wissenschaftlichen Überprüfung standhielt und zeigt, dass er funktioniert. Es sieht so aus, als könnte der IgG - Bluttest ein hilfreicher Begleiter zur Diätkorrektur als eine Komponente bei irritativen Darmerkrankungen werden. Auf dieser Basis kann das IBS Network das IgG - Testverfahren an seine Mitglieder empfehlen!

Anders als bei einer klassischen Typ I Allergie, bei der die Person normalerweise innerhalb 20 – 60 Minuten direkt nach dem Essen eines Nahrungsmittels reagiert, erscheinen Nahrungsmittelsensibilitäten als verspätete Reaktionen. Die Reaktionen auf Nahrungsmittel können einige Stunden bis Tage nachdem das Nahrungsmittel gegessen wurde, eintreten. Diese Verspätung macht es für einen Arzt oder Patienten schwer, wenn nicht gar unmöglich, herauszufinden, welches Nahrungsmittel oder Schimmelpilz verantwortlich für die gesundheitlichen Beschwerden ist.

Die traditionell selbst angewendete Eliminationsdiät kann mehrere Monate oder sogar Jahre benötigen, um herauszufinden, welches Problem ein Nahrungsmittel auslöst, oder welches Nahrungsmittel ein Problem darstellt.
Die IgG Nahrungsmittel Raster im Serum des Blutes „Nahrungsmittelintoleranz“ oder „sekundäre Allergie“ genannt, haben die Identifikation der auslösenden Nahrungsmittel einfach und verlässlich gemacht.

Es wurde geschätzt, dass ungefähr 1,5% der Bevölkerung unter klassischen Allergien leiden, jedoch zwischen 25 bis 40% der Bevölkerung heutzutage eine oder mehrere Sensibilitäten gegenüber Nahrungsmitteln hat. Unter chronisch Erkrankten die unter Depressionen, chronische Müdigkeit, Ekzeme, Asthma, irritatives Darmsyndrom, Sinusitis, Rhinitis, Migräne und Akne leiden, findet man oft heraus, dass Nahrungsmittel eine große Rolle dabei spielen, wie sie sich fühlen.

Wenn man Allergieforschung im Blutserum betreibt, fragt man sich vordergründig, welche Arten von Antikörpern untersucht werden sollen. Ganz offensichtlich ist das Ziel der Erforschung wichtig. Zur Feststellung von Reaktionen auf Allergene bei primären Allergien sollte man nach spezifischen IgE Antikörpern forschen. Neben IgE Antikörpern, können jedoch auch andere Antikörper, IgG genannt, Histamin aus bestimmten Allergiezellen, wie den Mastzellen, freisetzen. Die letzteren sind speziell IgG Antikörper vom Typ IV (Turner-Warwick, 1989; Van der Zee et al., 1987). Eine steigende Zahl wissenschaftlicher Studien ziehen eine Verbindung zwischen IgG(4) Antikörpern und Hypersensibilitätsreaktionen. Schwere allergische Erkrankungen wie atopische Ekzeme, Asthma (Bryant et al., 1975), bronchialer Schock, selbst anaphylaktische Schockreaktionen werden bei Patienten mit hohen IgG(4) Titern beobachtet, selbst wenn keine IgE Antikörper vorhanden sind.

(Halpern, 1987). Shakib (1988) zeigte einen Zusammenhang zwischen einem hohen IgG4 Titer (>10 μg/ml) gegenüber Kasein (einem Protein in Milch) und Milchintoleranz bei Erwachsenen auf. Bei Patienten mit Morbus Krohn fanden Scott et al. (1987) signifikant höhere IgG(4) Titer. Diese Titer wurden bei anderen Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen nicht gefunden.
Preery (1988) fand bei 18 von 20 Patienten (90%) die beim interdermalen Hauttest, sowie bei Provokations- Neutralisationstest positiv auf Milch reagiert hatten, IgG4 Antikörper, jedoch keine IgE spezifischen Antikörper. Nakagawa (1988) wählte 18 Kinder mit einer Allergie gegen Hühnerei aus einer Gruppe von 68 atopischen Kindern aus. Diese 18 Kinder hatten einen positiven Hauttest und einen positiven Provokations-Neutralisationstest. Nur 13 der 18 Kinder zeigten ausreichende IgE- spezifische Antikörper gegenüber Hühnerei, um die positive Reaktion zu erklären. Bei zwei Kindern wurden sehr niedrige Titer gefunden und bei drei Kinder fehlten sie völlig. Bryant et. al. (1975), Gwynn et al. (1982), Topping et al. (1989), and Nielson et al. (1988) fanden heraus, dass unabhängig von IgE Antikörpern, IgG4 Antikörper auch bei allergischen Lungenerkrankungen beteiligt sind. Sie zeigten den Zusammenhang zwischen IgG4 Antikörpern und der Exposition des Patienten gegenüber dem Allergen / Antigen. Katila et al. (1986) fand ebenfalls heraus, dass die Konzentration von IgG4 Antikörpern ein Maßstab für die Exposition der inhalierten Allergene ist.
Es liegt ebenso ein Zusammenhang zwischen dem Grad der Exposition (Konsumierung) und dem IgG4 Titer vor, wenn ein bestimmtes Maß an herkömmlicher - und Langzeitexposition, wie auch genetische Prädisposition vorliegt.
Erhöhte IgG4 Titer werden bei IgA Defizit, chronischen intestinalen Erkrankungen, Unterernährung, Nahrungsmittelallergien, Inhalationsallergien (Pollen), Asthma, Pilzinfektionen, atopischem Ekzem, Erythema Urticaria, Anaphylaxis und Fibrosis gefunden (Halpern et al. 1987).

Die Theorie besagt, dass Patienten mit allergischen Symptomen oder Beschwerden entweder hohe IgE Titer oder über hohe IgG4 Titer gegen das Allergen / Antigen verfügt.
Wenn beide Werte hoch sind, zeigt der Patient keine oder nur geringe Symptome, weil das IgG4, IgE blockt (Nakagawa, 1989). In diesem Falle kann auch ein Hauttest negativ sein. Diese Theorie wird De Weck's Theorie oder - Hypothese genannt (De Weck, 1981).
Dies würde erklären, warum Patienten mit allergischen Beschwerden zumeist Frauen sind, weil diese über geringere IgG4 Titer als Männer verfügen (Merrett et al., 1983).

KEAC hat einen Test entwickelt, der präzise und exakt das oder die Nahrungsmittel identifiziert, auf welche die Person sensibel ist. Das Labor setzt die ELISA Technik zum Messen der Antikörperwerte im Blut an, um herauszufinden, auf welches Nahrungsmittel man reagiert.

Im Labor wird das Blut in die Vertiefungen einer ELISA Platte gegeben, jede Vertiefung ein anderes Nahrungsmittel enthaltend. Ansteigende Antikörperwerte zeigen an, dass eine Reaktion gegenüber dem bestimmten Nahrungsmittel in der Mulde stattfindet. Insgesamt werden Antikörper gegenüber 99 spezifischen häufig gegessenen Nahrungsmitteln und Schimmelpilzen getestet, um herauszufinden, welches Nahrungsmittel für die Erkrankung der Person verantwortlich ist. Die bisherigen Ergebnisse sind äußerst bemerkenswert. Das Labor hat herausgefunden, dass eine getestete Person einen durchschnittlichen Sensibilitätsgrad von bis zu 7 verschiedenen Nahrungsmitteln hat.

Um Nahrungsmittelsensibilitäten im Detail besser zu erforschen, wurden Module entwickelt. Es gibt beispielsweise Module für Tee, Zusatzstoffe, die in Medikamenten oder als Nahrungsmittelzusatz eingesetzt werden, aber auch Module für Nahrungsenzyme. Denn Nahrungsenzyme aus Schimmelpilzen oder Bakterien werden weitläufig in der Nahrung angewandt, ohne zu wissen, dass sie schwere Allergien verursachen können.

Ist das richtige Nahrungsmittel einmal gefunden und eliminiert ist dies nicht für immer. Das Nahrungsmittel für mindestens vier Monate zu meiden, sorgt dafür, dem Körper Kraft und Stärke zurückzugeben, um das Immunsystem zu reparieren. Wenn das Immunsystem seine Abwehr gegenüber dem/der auslösenden Nahrungsmittel wieder ausreichend aufgebaut hat, können diese stufenweise jeden dritten Tag wieder eingeführt werden, ohne die Verursachung von Nebenwirkungen oder die Rückkehr der ursprünglichen Sensibilität.


Impressum:
Autor: Dr. John Kamsteeg / KEAC
Erstellt: 2.07.2004
Copyright: PureNature







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