| Reisetipps für Allergiker & Chemikaliensensible | ![]() |
Die Infrastruktur für Allergiker und Chemikaliensensible ist in Europa heute deutlich besser als noch vor Jahren.
In der Urlaubszeit werden viele Allergiker und Chemikaliensensible von großem Fernweh heimgesucht, wenn sie Freunde braungebrannt mit neuer Lebenskraft aus fernen Gefilden zurückkehren sehen. Die meisten schwer Betroffenen haben das Thema Urlaub seit Jahren abgehakt. Das Risiko und der Tribut, den sie gesundheitlich zahlen müssen, wenn die Unterkunft nicht tolerabel oder die Reise zu strapaziös ist, sind für sie einfach zu groß. Verständlich. Dennoch wollen wir all jenen Mut machen, die sich gesund genug fühlen, einen Urlaub, ausgerüstet mit vielen Tipps, Checklisten und einem extra Ratgeber für Chemikaliensensible, zu wagen.
Die Infrastruktur für Allergiker und Chemikaliensensible ist in Europa heute deutlich besser als noch vor Jahren. Zwar hat nicht in jedes Hotel Allergikerzimmer, doch die Zahl wächst. Sogar Kataloge für Allergikerurlaube gibt es in der Zwischenzeit Biohotels, die ausschließlich biologisch kochen und sich auch auf verschiedene Ernährungsformen, wie vegetarisch, vegan, makrobiotisch, spezialisiert haben und manchmal sogar glutenfreie Kost anbieten, sind jetzt weiter verbreitet.
Allergikerunterkünfte in schönen Regionen ermöglichen es seit einiger Zeit, dass Personen mit weit reichenden Allergieproblemen oder starken Reaktionen unbeschwerten Urlaub genießen können und mit gestärkter Gesundheit zurückkehren. Auch für die Psyche eines jeden ist ein schöner Urlaub Balsam und lässt lange an die unbeschwerte Zeit an einem netten Ort zurückdenken.
Erste Überlegungen vor einer gezielten Reiseplanung:
Oberster Grundsatz, wenn man mit schweren allergischen Symptomen reagiert:
Nicht alleine reisen!
Sollte niemand aus dem Familien- oder Bekanntenkreis Interesse zeigen, kann eine Kontaktadresse in der PureNature Kundenzeitung „Infobox“, im Forum von PureNature oder einer SHG Webseite, sowie eine Anfrage bei einer Selbsthilfegruppe weiterhelfen. Oft findet man auf diesem Wege einen netten Menschen, der ebenfalls betroffen ist und gerne mitreist.
Checkliste Urlaubsregion
Hotel oder Apartment
Hotel oder Apartment, diese Frage stellen sich viele. Sicher ist ein Hotel bequemer, doch für Nahrungsmittelallergiker und für Hypersensible bringt die Buchung eines Apartments größere Vorteile. Grundsätzlich hängt die Antwort auf diese Frage vom jeweiligen Sensibilitätsgrad ab. Wenn man unter zahlreichen Nahrungsmittelsensibilitäten oder Duftstoffsensibilitäten leidet, ist man mit Sicherheit mit einem Apartment besser bedient, da man sich mit eigenen biologischen Nahrungsmitteln selbst versorgen kann, bzw. anderen Gästen mit Duftstoffen leichter aus dem Weg gehen kann.
Checkliste Unterkunft
bei der Leitung des Hotels oder der Apartmentanlage abfragen:
Auto, Flugzeug, Bus, Schiff oder Bahn?
Personen mit Atemwegsbeschwerden, Asthma, Duftstoffallergien und Chemikaliensensibilität müssen erwägen, welche Reiseart für sie das geringste Risiko darstellt. Mit dem eigenen Auto verreisen, hat den großen Vorteil, dass man Spezialausstattung, Nahrungsmittel, Bettzeug und besondere Bedarfsgegenstände leicht mitnehmen kann.
In öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit Desinfektionsmitteln, Duftstoffen und Zigarettenrauch zu rechnen. Eine Busreise ist mit Dieselabgasen und engem Kontakt mit Mitreisenden verbunden, was sehr schwierig werden kann. Für die meisten schwerer Betroffenen wird aus Erfahrung am Ende nur das eigene Auto oder das Flugzeug als akzeptable Alternative übrig bleiben.
Allergiker Checkliste
Folgendes sollten Allergiker und Asthmatiker, abhängig vom Schweregrad der Sensibilität, für die Reise u.U. besorgen:
Besondere Erleichterungen für den Allergikerurlaub
Der besondere Tipp:
Vorsicht bei Reizklima! Am ersten Tag sollte man sich nicht viel strapazieren. Strandwanderungen oder Bergtouren können eine Verschlimmerung verursachen.
Bei Aufenthalten draußen und unter besonderen klimatischen Bedingungen benötigt die Haut mehr Pflege. Sonnenschutz sollte zur Verhinderung von Sonnenbrand und Hautkrebs rechtzeitig und wiederholt angewendet werden.
Überprüfen des Krankenversicherungsschutzes. Im Inland zur Kostenersparnis die Quittung für die letzte Praxisgebühr mitnehmen, sonst muss man nochmals entrichten.
Sollte am Urlaubsort etwas fehlen. PureNature liefert in schnellstmöglicher Zeit das Spezialnahrungsmittel, Sonnencreme, Insektenschutz, Luftfilter, Allergikerbettwäsche, Urlaubslektüre, Wasserfilter, was auch immer benötigt wird, ganz gleich wo.
Spezialreisetipps und Checklisten für Chemikaliensensible
Unterkünfte speziell für Chemikaliensensible sind äußerst selten. Wer nicht hypersensibel ist, kommt jedoch oft mit Allergikerunterkünften ohne Teppichboden, mit Rauchverbot und ohne Duftstoffbelastung zurecht. Die nachfolgenden Tipps und Listen sind sehr ausführlich, um möglichst viele Probleme abzudecken. Wer sich vorab gründlich informiert und die örtlichen Gegebenheiten abfragt, kann sich viele Enttäuschungen und körperliche Reaktionen ersparen.
Checkliste Urlaubsregion
Checkliste Unterkunft
bei der Leitung des Hotels oder der Apartmentanlage abfragen:
Checkliste Anreise
Folgendes sollten Chemikaliensensible, abhängig vom Schweregrad der Sensibilität, für die Reise besorgen:
Checkliste Auto
wenn man mit dem eigenen Auto verreist:
Tanken
Bei langen Strecken muss mehrfach getankt werden, was die Gesamtkörperbelastung drastisch erhöhen kann. Es ist daher einfacher, wenn eine nicht sensibilisierte Person das Tanken übernimmt. Zusätzlich reduziert ein Fahrerwechsel die Anstrengung.
Tipps für den Tankvorgang
Flugreise
Oft ist eine Flugreise das geringere Übel, ganz einfach weil es schneller geht. Die Vorstellung mit dem Zug oder Bus durch halb Europa zu reisen, ist selbst für einen Gesunden nicht sehr angenehm.
Checkliste Flugreise
Vor der Buchung über das Reisebüro oder den Kunden-Service der Fluggesellschaft sollten Chemikaliensensible folgende Punkte abklären:
Tipps für eine Flugreise
Chemikaliensensible müssen bei Flugreisen mit großem Bedacht vorgehen und können durch genaue Planung im Vorfeld Probleme und Reaktionen vermeiden.
Sauerstoffversorgung für Hypersensible
Die meisten Airlines bieten Sauerstoff als Extra an.
Die Sauerstoffversorgung bei Flugreisen ist immer kostenpflichtig. Fremdabgefüllter Sauerstoff wird aus Sicherheitsgründen nicht akzeptiert.
Die US Buslinie Greyhound, die Bahnlinie Amtrak und verschiedene internationale Schifffahrtslinien bieten Sauerstoffversorgung ohne zusätzliche Kosten an.
Erforderlich ist immer ein Attest des behandelnden Arztes und die Angabe der benötigten Menge in Litern pro Minute (gängigerweise 2 Liter pro Minute).
Es muss daran gedacht werden, dass herkömmliche Silikonmasken- und Schläuche nicht toleriert werden und das eigene Sauerstoffzubehör, wie Keramikmaske und Tygon- oder Edelstahlschlauch, mitgebracht werden muss.
Wer mit dem Auto, Bus oder Bahn reist und über keine eigene transportable Sauerstoffversorgung verfügt, sollte sich Sauerstoff in Einwegdosen besorgen.
Checkliste Leihwagen am Urlaubsort
Den Leihwagen von zu Hause aus buchen und um Folgendes bitten:
Referenzliste
American Association for Respiratory Care, Traveling with Oxygen, 1992
Impressum:
Autor: Silvia K. Müller / CSN, Juni 2006
PureNature-Redaktion, Juni 2006
In der Urlaubszeit werden viele Allergiker und Chemikaliensensible von großem Fernweh heimgesucht, wenn sie Freunde braungebrannt mit neuer Lebenskraft aus fernen Gefilden zurückkehren sehen. Die meisten schwer Betroffenen haben das Thema Urlaub seit Jahren abgehakt. Das Risiko und der Tribut, den sie gesundheitlich zahlen müssen, wenn die Unterkunft nicht tolerabel oder die Reise zu strapaziös ist, sind für sie einfach zu groß. Verständlich. Dennoch wollen wir all jenen Mut machen, die sich gesund genug fühlen, einen Urlaub, ausgerüstet mit vielen Tipps, Checklisten und einem extra Ratgeber für Chemikaliensensible, zu wagen.
Die Infrastruktur für Allergiker und Chemikaliensensible ist in Europa heute deutlich besser als noch vor Jahren. Zwar hat nicht in jedes Hotel Allergikerzimmer, doch die Zahl wächst. Sogar Kataloge für Allergikerurlaube gibt es in der Zwischenzeit Biohotels, die ausschließlich biologisch kochen und sich auch auf verschiedene Ernährungsformen, wie vegetarisch, vegan, makrobiotisch, spezialisiert haben und manchmal sogar glutenfreie Kost anbieten, sind jetzt weiter verbreitet.
Allergikerunterkünfte in schönen Regionen ermöglichen es seit einiger Zeit, dass Personen mit weit reichenden Allergieproblemen oder starken Reaktionen unbeschwerten Urlaub genießen können und mit gestärkter Gesundheit zurückkehren. Auch für die Psyche eines jeden ist ein schöner Urlaub Balsam und lässt lange an die unbeschwerte Zeit an einem netten Ort zurückdenken.
Erste Überlegungen vor einer gezielten Reiseplanung:
- Erlaubt der gegenwärtige Gesundheitszustand eine Reise?
- Welche Art des Reisens birgt im eigenen Fall das geringste Risiko?
- Welche Art der Unterkunft, in welcher Region ist geeignet?
- Verträgt man die warmen oder kühleren Regionen besser?
- Ist das Reizklima von Küstenregionen tolerabel, oder fühlt man sich im Binnenland wohler?
- Ist in der geplanten Urlaubszeit vermehrt mit Allergenen (Pollen, Schimmelpilz, etc.), auf die man reagiert, zu rechnen?
- Ist die Nebensaison besser als die viel bevölkerte Hauptsaison zum Verreisen geeignet?
Oberster Grundsatz, wenn man mit schweren allergischen Symptomen reagiert:
Nicht alleine reisen!
Sollte niemand aus dem Familien- oder Bekanntenkreis Interesse zeigen, kann eine Kontaktadresse in der PureNature Kundenzeitung „Infobox“, im Forum von PureNature oder einer SHG Webseite, sowie eine Anfrage bei einer Selbsthilfegruppe weiterhelfen. Oft findet man auf diesem Wege einen netten Menschen, der ebenfalls betroffen ist und gerne mitreist.
Checkliste Urlaubsregion
- Pollensaison (Pollenreiseplaner besorgen), daran denken, dass die Pollenflugzeiten in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich sind
- Nahrungsversorgung – Ist ein Bioladen oder ökologischer Bauernhof in der Nähe?
- See oder Teich in der Nähe (Schimmelpilzgefahr)?
Hotel oder Apartment
Hotel oder Apartment, diese Frage stellen sich viele. Sicher ist ein Hotel bequemer, doch für Nahrungsmittelallergiker und für Hypersensible bringt die Buchung eines Apartments größere Vorteile. Grundsätzlich hängt die Antwort auf diese Frage vom jeweiligen Sensibilitätsgrad ab. Wenn man unter zahlreichen Nahrungsmittelsensibilitäten oder Duftstoffsensibilitäten leidet, ist man mit Sicherheit mit einem Apartment besser bedient, da man sich mit eigenen biologischen Nahrungsmitteln selbst versorgen kann, bzw. anderen Gästen mit Duftstoffen leichter aus dem Weg gehen kann.
Checkliste Unterkunft
bei der Leitung des Hotels oder der Apartmentanlage abfragen:
- Ökologisches Essen?
- Spezielle Nahrungszubereitung möglich ?(Vollwert-, Biokost, glutenfrei, etc.)
- Ausstattung der Zimmer, z.B.: Federbetten, Teppichboden, Laminat, Vinyltapete, etc.
- Einsatz von Duftstoffen, Raumbeduftung, Duftlampen, Massageöle, Aromatherapie?
- Rauchverbot?
- Duftende, chemische Reinigungsmittel?
- Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe?
- Derzeit Bau- oder Renovierungsarbeiten auf dem Gelände, oder geplant für die Aufenthaltsdauer?
- Wann wurde das Zimmer zuletzt renoviert?
- Sind die Fenster zum Öffnen?
- Klimaanlage?
- Offene Kamine?
Auto, Flugzeug, Bus, Schiff oder Bahn?
Personen mit Atemwegsbeschwerden, Asthma, Duftstoffallergien und Chemikaliensensibilität müssen erwägen, welche Reiseart für sie das geringste Risiko darstellt. Mit dem eigenen Auto verreisen, hat den großen Vorteil, dass man Spezialausstattung, Nahrungsmittel, Bettzeug und besondere Bedarfsgegenstände leicht mitnehmen kann.
In öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit Desinfektionsmitteln, Duftstoffen und Zigarettenrauch zu rechnen. Eine Busreise ist mit Dieselabgasen und engem Kontakt mit Mitreisenden verbunden, was sehr schwierig werden kann. Für die meisten schwerer Betroffenen wird aus Erfahrung am Ende nur das eigene Auto oder das Flugzeug als akzeptable Alternative übrig bleiben.
Allergiker Checkliste
Folgendes sollten Allergiker und Asthmatiker, abhängig vom Schweregrad der Sensibilität, für die Reise u.U. besorgen:
- Notfallausweis
- Arztbrief mit Diagnose in Englisch oder in Landesprache übersetzt
- Allergiepass
- Arztset für den Notfall (tolerierbare Handschuhe z.B.Vinyl oder Nitril, Papierpflaster, Tygonschlauch, Keramikmaske, etc.)
- Notfallplakette zum Umhängen oder als Armband, mit den wichtigsten Angaben und Telefonnummern
- Medikamente in ausreichender Menge. Es gibt nicht überall das benötigte Medikament
- Auslandskrankenversicherung
- Wichtige Adressen (Arzt, Familie, SHG, etc.)
- Vitamine, etc. zur Symptomminimierung
- Verträgliche Nahrung (Einfuhrbestimmungen beachten) in ausreichender Menge
- Luftfilter für die Unterkunft (mittlerweile gibt es günstige Reiseluftfilter, die mittels Adapter im Auto und Haus betrieben werden können)
- Eigenes duftstofffreies Putz- und Spülmittel und -lappen
- Eigenes Bettzeug, Kopfkissen und Handtücher (Stoffbarrieren - Betttuch aus Baumwolle, schirmt auch z. T. gegen Gerüche ab)
- Wasser- und Duschfilter, PureNature Wasserfilter GO
- Ausreichend Körperpflegemittel mitnehmen. An duftfreie Seife (z.B. Olivenöl Shampoo in der Probierflasche) für die Handwäsche unterwegs denken
- Duftfreier Sonnenschutz
- Aktivkohlemaske oder Air Supply Luftfilter zum Umhängen
- Sauerstoff (gibt es auch in Einwegdosen)
- Notfallset bei Insektengiftallergie
- Vorab über Einkaufsmöglichkeiten informieren
- Ökologischen Insektenschutz gegen z.B. Moskitos und Zecken. In Moskitogebieten ein Moskitonetz
Besondere Erleichterungen für den Allergikerurlaub
- Sprachführer für Allergiker auf Reisen vom EVZ
- Notfallnummer des Landes aus dem Sprachführer vorher aus dem Internet herausschreiben
- Restaurantkarten für Allergiker in verschiedenen Sprachen von PureNature
Der besondere Tipp:
Vorsicht bei Reizklima! Am ersten Tag sollte man sich nicht viel strapazieren. Strandwanderungen oder Bergtouren können eine Verschlimmerung verursachen.
Bei Aufenthalten draußen und unter besonderen klimatischen Bedingungen benötigt die Haut mehr Pflege. Sonnenschutz sollte zur Verhinderung von Sonnenbrand und Hautkrebs rechtzeitig und wiederholt angewendet werden.
Überprüfen des Krankenversicherungsschutzes. Im Inland zur Kostenersparnis die Quittung für die letzte Praxisgebühr mitnehmen, sonst muss man nochmals entrichten.
Sollte am Urlaubsort etwas fehlen. PureNature liefert in schnellstmöglicher Zeit das Spezialnahrungsmittel, Sonnencreme, Insektenschutz, Luftfilter, Allergikerbettwäsche, Urlaubslektüre, Wasserfilter, was auch immer benötigt wird, ganz gleich wo.
Spezialreisetipps und Checklisten für Chemikaliensensible
Unterkünfte speziell für Chemikaliensensible sind äußerst selten. Wer nicht hypersensibel ist, kommt jedoch oft mit Allergikerunterkünften ohne Teppichboden, mit Rauchverbot und ohne Duftstoffbelastung zurecht. Die nachfolgenden Tipps und Listen sind sehr ausführlich, um möglichst viele Probleme abzudecken. Wer sich vorab gründlich informiert und die örtlichen Gegebenheiten abfragt, kann sich viele Enttäuschungen und körperliche Reaktionen ersparen.
Checkliste Urlaubsregion
- Nahrungsversorgung – Ist ein Bioladen oder ökologischer Bauernhof in der Nähe?
- Industrieansiedlung in der Nähe oder eine Müllverbrennungsanlage?
- Exzessive Landwirtschaft (Insektizide, Herbizide, Kunstdünger, etc.)?
- See oder Teich in der Nähe (Schimmelpilzgefahr)?
- Autobahn oder Schnellstrasse in unmittelbarer Nähe?
Checkliste Unterkunft
bei der Leitung des Hotels oder der Apartmentanlage abfragen:
- Besprühte Hotelanlage (Insektizide, Herbizide, Kunstdünger)?
- Pestizideinsatz in den Zimmern?
- Ökologisches Essen?
- Spezielle Nahrungszubereitung (Vollwert-, Biokost, glutenfrei, Spezialdiät, etc.)?
- Ausstattung der Zimmer (Teppichboden, Laminat, Vinyltapete, etc.)
- Verfügt das Haus über ein Schwimmbad (Chlorbelastung, etc.). Ist das Zimmer weit genug vom Pool entfernt?
- Gestrichene Holzvertäfelungen, etc. im Gebäude (Holzschutzmittel zu erwarten)?
- Einsatz von Duftstoffen, Raumbeduftung, Duftlampen, Massageölen, Aromatherapie?
- Rauchverbot?
- Duftende, chemische Reinigungsmittel?
- Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe?
- Derzeit Bau- oder Renovierungsarbeiten auf dem Gelände, oder geplant für die Aufenthaltsdauer?
- Wann wurde das Zimmer zuletzt renoviert?
- Welche Art Heizung ist im Hause? Gas ist für Asthmatiker und Chemikaliensensible unter Umständen ein Problem, wenn es ein sehr kleines Haus ist
- Sind die Fenster zum Öffnen?
- Klimaanlage?
- Offene Kamine?
- Ist das Wasser gefiltert?
Checkliste Anreise
Folgendes sollten Chemikaliensensible, abhängig vom Schweregrad der Sensibilität, für die Reise besorgen:
- Aktivkohlemaske oder Air Supply Luftfilter zum Umhängen
- Sauerstoff (gibt es auch in Einwegdosen)
- Notfallausweis
- Arztbrief mit Diagnose in Englisch oder in Landesprache übersetzt
- Allergiepass
- Arztset für den Notfall (tolerierbare Handschuhe z.B.Vinyl oder Nitril, Papierpflaster, Tygonschlauch, Keramikmaske, etc.)
- Notfallplakette zum Umhängen oder als Armband, mit den wichtigsten Angaben und Telefonnummern
- Medikamente in ausreichender Menge
- Auslandskrankenversicherung
- Wichtige Adressen (Arzt, Familie, SHG, etc.)
- Vitamine, etc. zur Symptomminimierung
- Verträgliche Nahrung (Einfuhrbestimmungen beachten)
- Luftfilter für die Unterkunft (mittlerweile gibt es günstige Reiseluftfilter, die mittels Adapter in Auto und Haus betrieben werden können)
- Eigenes duftstofffreies Putz- und Spülmittel und -lappen
- Eigenes Bettzeug, Kopfkissen und Handtücher (Stoffbarrieren - Betttuch aus Baumwolle, schirmt auch z. T. gegen Gerüche ab)
- Wasser- und Duschfilter
- Wasser in Glasflaschen für die Anreise und für den Aufenthalt, falls nicht vor Ort erhältlich
- Altpapierfreies Toilettenpapier
- Duftfreie Seife (z.B. Olivenöl Shampoo in der Probierflasche) für die Handwäsche unterwegs
- Duftfreier Sonnenschutz
- Alufolie oder Cellophan auf der Rolle zum Abdecken von ausgasenden Gegenständen
Checkliste Auto
wenn man mit dem eigenen Auto verreist:
- Ist das Auto schadstofffrei?
- Ist Tanken möglich, oder benötigt man fremde Hilfe?
- Wenn man mit dem Auto reist, hat man mehr Stauraum für die persönlichen Hilfsmittel als bei gewichtsbegrenztem Fluggepäck
- Muss man durch industriebesiedelte oder stauanfällige Gebiete?
- Ist ein Autoluftfilter erforderlich oder reicht eine Aktivkohlemaske für Ernstfälle?
- Sind die Reaktionen schwer, so dass es anzuraten ist, dass man Sauerstoff mitführt? (Man sollte auch an einen Stau, Unfall mit Brand, etc. denken)
- Auswahl von stauarmen Strecken (ADAC)
Tanken
Bei langen Strecken muss mehrfach getankt werden, was die Gesamtkörperbelastung drastisch erhöhen kann. Es ist daher einfacher, wenn eine nicht sensibilisierte Person das Tanken übernimmt. Zusätzlich reduziert ein Fahrerwechsel die Anstrengung.
Tipps für den Tankvorgang
- Eine Aktivkohlemaske beim Tankvorgang und Bezahlen tragen
- Bei Einfahrt in die Tankstelle Autoluftfilter auf „high“ stellen, Lüftung schließen
- Handschuhe (Vinyl oder Nitril, falls man auf Latex reagiert) zum Tanken anziehen, um zu vermeiden, dass das Wageninnere nach dem Tankvorgang kontaminiert ist
- Einweghandschuhe entsorgen, nicht zweimal benutzen
- Beim Aussteigen beachten: nicht in Öl- oder Benzinlachen zu treten
- Die Zapfpistole auf „langsam“ stellen und sich sofort wieder ins Auto setzen und warten, bis der Tankvorgang beendet ist
Flugreise
Oft ist eine Flugreise das geringere Übel, ganz einfach weil es schneller geht. Die Vorstellung mit dem Zug oder Bus durch halb Europa zu reisen, ist selbst für einen Gesunden nicht sehr angenehm.
Checkliste Flugreise
Vor der Buchung über das Reisebüro oder den Kunden-Service der Fluggesellschaft sollten Chemikaliensensible folgende Punkte abklären:
- Gibt es einen Direktflug?
- Benutzt die Airline Pestizide oder Desinfektionsmittel an Bord?
- Verlangt das Urlaubsland Desinfektion (z.B. viele afrikanische, südamerikanische Länder, sowie Neuseeland und Australien geben nur Landeerlaubnis nach Pestizidsprühung)?
- Ist das Flugzeug eines der neuen Baureihen, die unter Umständen Pestizide bereits im Baumaterial des Innenraumes haben?
- Ist es möglich bei ausgeprägter Chemikaliensensibilität mit Sauerstoff zu fliegen
Der Sauerstoff wird in diesem Falle von der Airline gestellt. (Siehe Anhang)
- Wie ist der Abflug- und Ankunftsflughafen baulich gestaltet? (Teppichboden, nach außen offene Abfertigung, etc.)
- Muss man auf dem Rollfeld aussteigen? (Kerosin- und Dieselabgase)
- Ist Rollstuhlservice erforderlich? (Muss vorher bei der Reservierung angefordert werden)
Tipps für eine Flugreise
Chemikaliensensible müssen bei Flugreisen mit großem Bedacht vorgehen und können durch genaue Planung im Vorfeld Probleme und Reaktionen vermeiden.
- Vor der Abflughalle aussteigen, nicht in die Tiefgarage fahren
- Die Begleitperson übernimmt die Formalitäten
- Am Abfertigungsschalter Pässe, Tickets und evtl. das Attest für den Sauerstoff vorlegen
- Evtl. Gegebenenfalls darauf verweisen, dass man Rollstuhlservice geordert hat
- Bitten, als Erstes das Flugzeug betreten zu dürfen (dadurch wird verhindert, das man zuviel Parfum, etc. abbekommt)
- Eine ruhige Ecke in der Abflughalle suchen
- Im Flugzeug direkt die Chefstewardess auf die Besonderheiten hinweisen und evtl. um den georderten Sauerstoff bitten
- Keramikmaske mit Tygonschlauch an die Sauerstoffversorgung anschließen
- Mitgebrachtes Handtuch oder Decke über den Sitz legen (diese sind oft gereinigt, mit Flammschutzmitteln, etc. ausgerüstet)
- Chefstewardess bitten, auf Parfumtestungen beim Duty free Verkauf und auf die Verteilung von desinfizierten Waschlappen vor der Landung zu verzichten
- Bei Start und Landung zusätzlich zur Sauerstoffversorgung ein kleines Handtuch über die Keramikmaske halten, um zu verhindern, dass man Kerosin- und Dieselabgase einatmet
- Keine Nahrungsmittel oder Getränke konsumieren (Konservierungs- Farb- Aromastoffe, etc.)
- Ausreichend mitgebrachtes Wasser, evtl. mit Vit. C, konsumieren
- Vor der Landung nochmals auf den georderten Rollstuhlservice hinweisen
Sauerstoffversorgung für Hypersensible
Die meisten Airlines bieten Sauerstoff als Extra an.
Die Sauerstoffversorgung bei Flugreisen ist immer kostenpflichtig. Fremdabgefüllter Sauerstoff wird aus Sicherheitsgründen nicht akzeptiert.
Die US Buslinie Greyhound, die Bahnlinie Amtrak und verschiedene internationale Schifffahrtslinien bieten Sauerstoffversorgung ohne zusätzliche Kosten an.
Erforderlich ist immer ein Attest des behandelnden Arztes und die Angabe der benötigten Menge in Litern pro Minute (gängigerweise 2 Liter pro Minute).
Es muss daran gedacht werden, dass herkömmliche Silikonmasken- und Schläuche nicht toleriert werden und das eigene Sauerstoffzubehör, wie Keramikmaske und Tygon- oder Edelstahlschlauch, mitgebracht werden muss.
Wer mit dem Auto, Bus oder Bahn reist und über keine eigene transportable Sauerstoffversorgung verfügt, sollte sich Sauerstoff in Einwegdosen besorgen.
Checkliste Leihwagen am Urlaubsort
Den Leihwagen von zu Hause aus buchen und um Folgendes bitten:
- Nichtraucherfahrzeug
- Möglichst viele Kilometer, kein Neuwagen
- Kein Duftspray oder Teppichshampoo anwenden, nur mit Wasser putzen und saugen
- Eigenen Autoluftfilter mitbringen
Referenzliste
American Association for Respiratory Care, Traveling with Oxygen, 1992
Impressum:
Autor: Silvia K. Müller / CSN, Juni 2006
PureNature-Redaktion, Juni 2006










Haushalt 
