| Sodbrennen kann Asthma hervorrufen | ![]() |
Sodbrennen kann Asthma hervorrufen
Zu viel Kaffee getrunken, zu fett gegessen, zu viel Süßes genascht. Die Folge: saures Aufstoßen und Brennen in der Speiseröhre. Asthmatiker sollten diese Beschwerden nicht leichtfertig abtun. Denn Sodbrennen kann Hustenreiz und Atemnot auslösen - besonders nachts. Oft bleibt der Zusammenhang lange unerkannt.
Zurückfließender Magensaft kann Asthma verursachen
Ein gesunder Magen produziert täglich rund zwei Liter Säure. Sie erleichtert die Verdauung und hält schädliche Bakterien in Schach. "Normalerweise sorgt am Eingang des Magens ein Schließmuskel dafür, dass die Speise im Magen bleibt", erklärt Babara Marnach, Ärztin beim AOK-Bundesverband. Funktioniert dieser Muskel nicht mehr richtig, z.B. bei vollem Magen, bei Übergewicht oder Schwangerschaft, kommt es zu Magendrücken, Völlegefühl und saurem Aufstoßen. Nach einer üppigen Mahlzeit bildet sich viel Magensäure. Ist der Magen dann auch noch überfüllt, drückt sich die Säure nach oben in die Speiseröhre. Dieser so genannte Reflux reizt neben der Schleimhaut auch Rezeptoren des vegetativen Nervensystems. Das kann eine Verengung der Bronchien bewirken – und Asthma auslösen. Auch direkter Reflux bis in die Luftröhre kann die Bronchien eng stellen.
Nächtliche Asthma-Attacken – Anzeichen für stillen Reflux
Sodbrennen ist weit verbreitet. Nach Schätzungen leiden etwa 20 Millionen Deutsche darunter. Sehr häufig trifft es Asthma-Kranke. Nach einer Studie aus Fulda haben fast 30-50 Prozent aller Asthma-Patienten auch einen erhöhten Säure-Rückfluss. Nicht immer treten dabei auch die Symptome von Sodbrennen auf. Das macht es schwer, diesen "stillen Reflux" zu erkennen. Nächtliche Asthma-Anfälle können ein Hinweis auf einen Reflux sein. Durch die liegende Position kann es nämlich zu verstärktem Rückfluss von Magensaft kommen. Asthmatiker, die einen Verdacht hegen, sollten ihren behandelnden Arzt darauf ansprechen. Er kann der Sache durch eine eingehende Untersuchung auf den Grund gehen und Mittel verordnen, die mit der Asthma-Therapie harmonieren.
Erhöhte Schlafposition verhindert Säurerückfluss
Neben der medikamentösen Therapie sollten Asthmatiker daher auch auf ihre Ernährung achten, um ein weitgehend unbeschwertes Leben zu führen. Experten raten Asthmatikern zudem, bei Sodbrennen auf reichhaltiges Essen zu verzichten. Bekömmlicher sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Zurückhaltung ist bei fettem und süßem Essen, Kaffee, Zitrussäften und Alkohol gefragt. Drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen. Wer ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften hat, sollte sie abspecken. Denn Übergewicht fördert Sodbrennen ebenso wie enge Kleidung oder ein strammer Gürtel. Noch ein Tipp, um nächtliche Asthma-Anfälle durch Reflux einzudämmen: Mit erhöhtem Oberkörper schlafen, das erschwert den Rückfluss des Mageninhalts und schützt die Speiseröhre vor dem Säureangriff.
Impressum:
Quelle: www.luft-zum-leben.de-Newsletter (Ärzte-Zeitung, sodbrennen-welt.de, AOK-Bundesverband) vom 6.12.05
12.12.05
Zu viel Kaffee getrunken, zu fett gegessen, zu viel Süßes genascht. Die Folge: saures Aufstoßen und Brennen in der Speiseröhre. Asthmatiker sollten diese Beschwerden nicht leichtfertig abtun. Denn Sodbrennen kann Hustenreiz und Atemnot auslösen - besonders nachts. Oft bleibt der Zusammenhang lange unerkannt.
Zurückfließender Magensaft kann Asthma verursachen
Ein gesunder Magen produziert täglich rund zwei Liter Säure. Sie erleichtert die Verdauung und hält schädliche Bakterien in Schach. "Normalerweise sorgt am Eingang des Magens ein Schließmuskel dafür, dass die Speise im Magen bleibt", erklärt Babara Marnach, Ärztin beim AOK-Bundesverband. Funktioniert dieser Muskel nicht mehr richtig, z.B. bei vollem Magen, bei Übergewicht oder Schwangerschaft, kommt es zu Magendrücken, Völlegefühl und saurem Aufstoßen. Nach einer üppigen Mahlzeit bildet sich viel Magensäure. Ist der Magen dann auch noch überfüllt, drückt sich die Säure nach oben in die Speiseröhre. Dieser so genannte Reflux reizt neben der Schleimhaut auch Rezeptoren des vegetativen Nervensystems. Das kann eine Verengung der Bronchien bewirken – und Asthma auslösen. Auch direkter Reflux bis in die Luftröhre kann die Bronchien eng stellen.
Nächtliche Asthma-Attacken – Anzeichen für stillen Reflux
Sodbrennen ist weit verbreitet. Nach Schätzungen leiden etwa 20 Millionen Deutsche darunter. Sehr häufig trifft es Asthma-Kranke. Nach einer Studie aus Fulda haben fast 30-50 Prozent aller Asthma-Patienten auch einen erhöhten Säure-Rückfluss. Nicht immer treten dabei auch die Symptome von Sodbrennen auf. Das macht es schwer, diesen "stillen Reflux" zu erkennen. Nächtliche Asthma-Anfälle können ein Hinweis auf einen Reflux sein. Durch die liegende Position kann es nämlich zu verstärktem Rückfluss von Magensaft kommen. Asthmatiker, die einen Verdacht hegen, sollten ihren behandelnden Arzt darauf ansprechen. Er kann der Sache durch eine eingehende Untersuchung auf den Grund gehen und Mittel verordnen, die mit der Asthma-Therapie harmonieren.
Erhöhte Schlafposition verhindert Säurerückfluss
Neben der medikamentösen Therapie sollten Asthmatiker daher auch auf ihre Ernährung achten, um ein weitgehend unbeschwertes Leben zu führen. Experten raten Asthmatikern zudem, bei Sodbrennen auf reichhaltiges Essen zu verzichten. Bekömmlicher sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Zurückhaltung ist bei fettem und süßem Essen, Kaffee, Zitrussäften und Alkohol gefragt. Drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen. Wer ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften hat, sollte sie abspecken. Denn Übergewicht fördert Sodbrennen ebenso wie enge Kleidung oder ein strammer Gürtel. Noch ein Tipp, um nächtliche Asthma-Anfälle durch Reflux einzudämmen: Mit erhöhtem Oberkörper schlafen, das erschwert den Rückfluss des Mageninhalts und schützt die Speiseröhre vor dem Säureangriff.
Impressum:
Quelle: www.luft-zum-leben.de-Newsletter (Ärzte-Zeitung, sodbrennen-welt.de, AOK-Bundesverband) vom 6.12.05
12.12.05










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