| Erdbeeren | ![]() |
Giftige rote Früchtchen
Köstliche Desserts aus frischen Erdbeeren, der erste Erdbeerkuchen im Frühling, darauf freut sich jeder. Die leckeren roten Früchte kommen immer früher und makelloser in die Geschäfte. Sie werden aus Spanien und Marokko importiert. Supermärkte und Lebensmitteldiscounter bieten sie zu Dumpingpreisen für jeden erschwinglich an. Außer Sonne bringen konventionelle Erdbeeren aus diesen Ländern hauptsächlich hohe Pestizidbelastung mit. Manche der Schädlingsbekämpfungsmittel die an den Früchten haften sind sogar als krebserregend eingestuft.
Mitarbeiter der Umweltschutzorganisation Greenpeace kauften zu Beginn der Erdbeersaison bei großen Lebensmittelanbietern in verschiedenen deutschen Städten Früherdbeeren ein, um sie auf Pestizidrückstände hin analysieren zu lassen. Das Ergebnis war erschreckend. Hätte Greenpeace die schärferen Grenzwerte von 2003 zu Grunde gelegt, hätte die Überschreitungsquote für die Agrargifte mit 29,6 Prozent, dieses Jahr fast zehnmal so hoch gelegen. 92,6 Prozent der Früh - Erdbeeren, die von Greenpeace bei den sieben größten Supermarktketten gekauft worden waren, zeigten Pestizidrückstände auf. Bei 70,3 % der Erdbeerproben wurden besonders bedenkliche Mehrfachbelastungen von verschiedenen Pestiziden gefunden. Bis zu 5 verschiedene Pestizide wurden in mancher Erdbeerprobe gefunden.
Die Belastung ist für den Verbraucher leider kaum feststellbar. Die Erdbeeren in den Regalen sehen makellos und leuchtend rot aus. Auf Anfrage erfährt man, dass sie den Grenzwerten für Pestizidrückstände Genüge tragen. Die Belastung sei sogar geringer als in den letzten Jahren wird frohlockt. Dass die Grenzwerte in den beiden vergangenen Jahren um bis um das 20-Fache erhöht wurden, wird dem Endverbraucher eher selten mitgeteilt. Auch dass Erdbeeren neben Paprika zu den am höchsten belasteten ausländischen Obst- und Gemüsesorten zählen, fällt unter den Tisch. Daran ändert auch die Augenwischerei in Form von Grenzwert Änderung nichts.
Die Grenzwerterhöhung für Pestizidrückstände bei Erdbeeren war hauptsächlich vom Hauptimporteur Spanien beantragt worden. Den Anträgen war durch das deutsche Verbraucherministerium in den vergangenen Jahren Folge geleistet worden. Selbst Pestizide die toxikologisch höchst bedenklich oder krebserregend sind, wurden im Grenzwert angehoben. Dies geschah nach Einschätzung von Greenpeace ausschließlich um den Interessen der Großproduzenten und ihrem übermäßigen Insektizideinsatz Rechnung zu tragen, damit diese weiterhin ihre hoch belasteten Früchte auf dem deutschen Markt verkaufen können. Greenpeace kritisiert weiterhin zu Recht, dass Spritzmittel die als krebserregend eingestuft sind überhaupt zugelassen sind.
PureNature Tipp für den Verbraucher:
• Erdbeeren aus den betroffenen Ländern zu meiden und heimische Saisonproduktekaufen
• auf Bioprodukte ausweichen
• Durch sorgsames Waschen und Putzen könne ein erheblicher Teil der Pestizide abgewaschen werden
• Keine Erdbeeren auf Erdbeerplantagen ungewaschen vor Ort verzehren
Impressum:
Zusammenfassung und Übersetzung Silvia K. Müller.
Erstellt: April 2005
Köstliche Desserts aus frischen Erdbeeren, der erste Erdbeerkuchen im Frühling, darauf freut sich jeder. Die leckeren roten Früchte kommen immer früher und makelloser in die Geschäfte. Sie werden aus Spanien und Marokko importiert. Supermärkte und Lebensmitteldiscounter bieten sie zu Dumpingpreisen für jeden erschwinglich an. Außer Sonne bringen konventionelle Erdbeeren aus diesen Ländern hauptsächlich hohe Pestizidbelastung mit. Manche der Schädlingsbekämpfungsmittel die an den Früchten haften sind sogar als krebserregend eingestuft.
Mitarbeiter der Umweltschutzorganisation Greenpeace kauften zu Beginn der Erdbeersaison bei großen Lebensmittelanbietern in verschiedenen deutschen Städten Früherdbeeren ein, um sie auf Pestizidrückstände hin analysieren zu lassen. Das Ergebnis war erschreckend. Hätte Greenpeace die schärferen Grenzwerte von 2003 zu Grunde gelegt, hätte die Überschreitungsquote für die Agrargifte mit 29,6 Prozent, dieses Jahr fast zehnmal so hoch gelegen. 92,6 Prozent der Früh - Erdbeeren, die von Greenpeace bei den sieben größten Supermarktketten gekauft worden waren, zeigten Pestizidrückstände auf. Bei 70,3 % der Erdbeerproben wurden besonders bedenkliche Mehrfachbelastungen von verschiedenen Pestiziden gefunden. Bis zu 5 verschiedene Pestizide wurden in mancher Erdbeerprobe gefunden.
Die Belastung ist für den Verbraucher leider kaum feststellbar. Die Erdbeeren in den Regalen sehen makellos und leuchtend rot aus. Auf Anfrage erfährt man, dass sie den Grenzwerten für Pestizidrückstände Genüge tragen. Die Belastung sei sogar geringer als in den letzten Jahren wird frohlockt. Dass die Grenzwerte in den beiden vergangenen Jahren um bis um das 20-Fache erhöht wurden, wird dem Endverbraucher eher selten mitgeteilt. Auch dass Erdbeeren neben Paprika zu den am höchsten belasteten ausländischen Obst- und Gemüsesorten zählen, fällt unter den Tisch. Daran ändert auch die Augenwischerei in Form von Grenzwert Änderung nichts.
Die Grenzwerterhöhung für Pestizidrückstände bei Erdbeeren war hauptsächlich vom Hauptimporteur Spanien beantragt worden. Den Anträgen war durch das deutsche Verbraucherministerium in den vergangenen Jahren Folge geleistet worden. Selbst Pestizide die toxikologisch höchst bedenklich oder krebserregend sind, wurden im Grenzwert angehoben. Dies geschah nach Einschätzung von Greenpeace ausschließlich um den Interessen der Großproduzenten und ihrem übermäßigen Insektizideinsatz Rechnung zu tragen, damit diese weiterhin ihre hoch belasteten Früchte auf dem deutschen Markt verkaufen können. Greenpeace kritisiert weiterhin zu Recht, dass Spritzmittel die als krebserregend eingestuft sind überhaupt zugelassen sind.
PureNature Tipp für den Verbraucher:
• Erdbeeren aus den betroffenen Ländern zu meiden und heimische Saisonproduktekaufen
• auf Bioprodukte ausweichen
• Durch sorgsames Waschen und Putzen könne ein erheblicher Teil der Pestizide abgewaschen werden
• Keine Erdbeeren auf Erdbeerplantagen ungewaschen vor Ort verzehren
Impressum:
Zusammenfassung und Übersetzung Silvia K. Müller.
Erstellt: April 2005










Haushalt 
