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Phototoxische Reaktion

Phototoxische Reaktion


Im Fall der phototoxischen Reaktion ist die Bezeichnung "Sonnen-Allergie" irreführend. Nicht die Sonne selbst ist der Auslöser der Erkrankung, sondern eine - zunächst nicht giftige - Substanz, die sich unter Einwirkung der Sonne verändert und somit zum Toxon (Gift) wird. Folge ist eine Hautschädigung, die sich in Rötungen und/oder Bläschen äußert.
Beispiel: Cumarin, ein Stoff, der den typischen Waldmeister-Geruch erzeugt, ist in vielen Heilkräutern und demzufolge auch in vielen Arzneimitteln enthalten (z. B. in Venenmitteln). Werden diese Pflanzen von betroffenen Menschen gepflückt, können bei Lichteinwirkung die genannten Symptome entstehen.

Infos zu Cumarin: http://www.rrz.uni-hamburg.de/biologie/b_online/d20/20d.htm

Auch der Verzehr bestimmter Pflanzen kann in seltenen Fällen eine phototoxische Reaktion hervorrufen. Wichtig ist jedoch, v. a. bei den folgenden Pflanzen einen direkten Hautkontakt, besonders mit dem Saft, in der Sonne zu meiden:

  • Herkulesstaude
  • Wiesenraute/Ruchgras
  • weißer Diptam
  • verschiedene Schmetterlingsblütler, Rosengewächse, Korbblütler
  • Karotte
  • Sellerie
  • Petersilie
  • Bergamotte
  • Apfelsine
  • Feige

Zur genauen Diagnostik ist eine Untersuchung durch den Hautarzt notwendig.